Essen und Trinken
Essen in Nikiti
Zwei Zeilen prägen den Ort: die Promenade am Wasser und der Platz im alten Dorf. Sie sind nicht dasselbe.
Foto: Kritzolina / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Essen und Trinken
Zwei Zeilen prägen den Ort: die Promenade am Wasser und der Platz im alten Dorf. Sie sind nicht dasselbe.
Nikiti hat zwei gastronomische Achsen, und sie sind nicht dasselbe. Unten am Wasser läuft eine Fußgängerpromenade mit Fischtavernen, Cafés und Bars — das ist das moderne Herz des Ortes. Oben im alten Dorf liegt ein Platz mit einer großen Platane, und dort wird anders gekocht: Holzkohle, Fleisch, Hausmannskost.
Einige dieser Lokale kennen wir selbst. Die Liste wächst mit jedem Aufenthalt.
Griechische Essenszeiten liegen später. Mittag zwischen zwölf und fünf mit dem Schwerpunkt gegen zwei, Abendessen zwischen sechs und elf mit dem Schwerpunkt gegen neun — manche essen noch um elf. Wer um sieben in einer Taverne sitzt, sitzt oft allein; wer um halb zehn ohne Reservierung kommt, steht im Juli möglicherweise an.
Bestellt wird für die Mitte des Tisches. Man nimmt mehrere Vorspeisen, ein bis zwei Hauptgerichte, Brot, und teilt. Das ist kein Brauch für Touristen, sondern schlicht, wie es funktioniert — und der Grund, warum Kindermenüs selten sind und trotzdem niemand hungrig bleibt.
Beim Trinkgeld sind drei bis fünf Euro bei kleinen Rechnungen üblich, sonst fünf bis zehn Prozent.
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Das Lokal, in dem auch die Griechen sitzen — geführt von zwei Brüdern aus Thessaloniki. Die Küche ist moderner und das Preisniveau höher als im Ortsdurchschnitt; die Tische stehen bis in den Sand. Griechische Reisemagazine führen es regelmäßig.
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Eine Fischtaverne mit weißen Liegen unter blauen Schirmen davor. Auf der Karte: frischer Fisch, gegrillter Tintenfisch und Garidomakaronada — Nudeln mit Garnelen.
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Fischtaverne, durchgehend gut besucht, mit großen Portionen. Spezialitäten: Zucchinibällchen mit Tzatziki und gegrillter Chios-Käse.
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Über zwanzig täglich frisch gekochte Gerichte um die neun Euro — also die Sorte Lokal, in der man auf den Topf zeigt statt in die Karte. Zur Stoßzeit kann es beim Service dauern.
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Marina ist Fischtaverne und Pension zugleich und liegt am Hafen. Iskios steht mit Tischen im Sand und einer Fischvitrine, aus der ausgewählt wird.
Der Weg hinauf dauert zu Fuß gut zehn Minuten und lohnt sich abends doppelt: wegen des Essens und wegen des Blicks über die Ziegeldächer auf den Toroneos-Golf. Nicht alle Lokale dort haben ganzjährig offen.
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Grilltaverne beim gleichnamigen Baum: einfache, schmackhafte griechische Küche mit Schwerpunkt Fleisch. Es ist genau der Platz, den die Region selbst als den Ort beschreibt, an dem man unter der großen Platane sitzt und traditionell isst.
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Runde Tischchen unter Platanen, Kaffee ab dem frühen Morgen, abends Lichterketten. Die Küche ist modern-mediterran, mit vegetarischen und veganen Gerichten und Cocktails auf einer oberen Terrasse; das Preisniveau liegt über dem einer durchschnittlichen Taverne. Im Juli und August sollten Sie reservieren.
To Psistiri liegt in der Parallelstraße hinter der Promenade und ist ein Lokal der Einheimischen — Grill, Pancetta, Burger, Würste. Apovrado Taverna Karalis hat einen Hinterhof und geschmorte Ziege auf der Karte. Für schnelles Essen gibt es Gyromania und, gleich um die Ecke, Gyros tis Nikitis — beide unter zehn Euro, und welcher der bessere ist, darüber streitet der Ort selbst.
Fayaz steht für frische Bougatses in vielen Varianten und hausgemachte Pitas, geöffnet bis spät. Loft Cafe Bar in der Nähe der Marina hat eine der umfangreichsten Frühstückskarten im Ort, mit Kagianas und viel Schatten. Mouragio an der Promenade verbindet traditionelle Bäckerei mit modernem Café — dort gibt es hausgemachte Loukoumades, die Honigbällchen, die in Nikiti näherliegen als anderswo.
Boukadoura liegt nicht im Ort, sondern am Strand von Elia, einige Kilometer entfernt — und ist die Fahrt wert. Ein altes Familienbauernhaus mit überdachter Terrasse und Blumenhof, geführt von Giota Koufadaki: Moussaka, in Weinblätter gewickelte Kebabs, hausgemachter Käse mit Kräutern und Bio-Wein aus eigener Produktion.
Klimataria liegt in Metagitsi, rund zwanzig Minuten landeinwärts, und steht für gegrilltes Lamm und Kontosouvli, am Wochenende mit Livemusik. Das ist kein Abstecher, das ist ein Abend.
Nikiti gilt als einer der bedeutendsten Honigorte Europas, und das Leitprodukt ist Pinienhonig — ein dunkler, kräftiger Honigtauhonig, kein Blütenhonig. In der Gastronomie taucht er punktuell auf: Joghurt mit Honig und Walnüssen, Eis mit Honig, Loukoumades. Eine systematische Verbindung zwischen Imkerei und Küche — Honigmenüs, Kooperationen, ein Fest — konnten wir nicht belegen. Wohl aber, dass es sich lohnt, ein Glas mitzunehmen.
Und danach sind es sechshundert Meter.
Blue Breeze liegt im Avaton Complex — nah genug, um nach dem Essen zu Fuß zurückzugehen.
Zur Unterkunft Oben im alten Dorf: der Rundgang durch Palia Nikiti.